Fabio Massimo Caruso

Fabio Massimo Caruso

 

 

 

 Die Abstraktion ist „eine volle Schatzkiste, in die man seine Hände stecken kann in der Hoffnung, etwas Schönes an die Oberfläche zu bringen, wenn man sie wieder herauszieht.

 

 

„Diese Gesellschaft will uns in eine Form passen, ich sehe, dass ihr diese Aufgabe sehr gut gelingt. Aber nicht mit allen ist das möglich, ich meine, wozu sind wir [Künstler] denn da?

 

Uns durchdringen die befruchtenden Pfeile der Immagination, eine Befruchtung voller Schönheit, die uns von den Lasten und den Gedanken einer obsessiven, sich wiederholenden Gesellschaft reinigt. Diese Leichtigkeit in uns lässt uns in der Luft schweben - wie Fische die an keinem Angelhaken anbeißen - um den Stimmen der urbanen Sirenen, die uns auf die Felsen des Üblen leiten wollen, zu widerstehen. Dafür brauchen wir die kreative Unruhe, sie errichtet eine Barriere zwischen der Inspiration und der Verflachung des Alltäglichen, der wahre Künstler ist heillos unruhig, ist er es nicht, ist er nur eine Marionette, Verwalter eines leeres Magazin mit Regalen voller Ballast.“

 

aus: Con la nuvola di Magritte. Fabio Massimo Caruso. 17 Novembre - 1 Dicembre 2012, Prospettive Edizioni Roma 2012, S.9 (Übersetzung Ellen Roß)

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